European Economic Forum 2025 in Luzern

European Economic Forum 2025 in Luzern. Europas Wirtschaft will zurück zur Entschlossenheit.

Wenn am 26. und 27. November 2025 das European Economic Forum (EEF) im Kultur- und Kongresszentrum Luzern seine Tore öffnet, wird die europäische Wirtschafts- und Politikelite unter einem Motto zusammenkommen, das kaum aktueller sein könnte. «Back to Business» Nach Jahren geopolitischer Spannungen, energiepolitischer Unsicherheiten und tiefgreifender Strukturveränderungen soll in Luzern nicht mehr nur analysiert und diskutiert, sondern vor allem eines getan werden, handeln.

Das Forum, organisiert vom Lucerne Dialogue, gilt inzwischen als einer der wichtigsten wirtschaftspolitischen Treffpunkte im europäischen Raum. Über 700 Entscheiderinnen und Entscheider aus mehr als 40 Ländern werden erwartet, darunter CEOs führender Unternehmen, politische Spitzenvertreter, Ökonomen sowie Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Für viele gilt Luzern in diesen zwei Tagen als eine Art «Neutralboden», auf dem kontroverse Positionen aufeinandertreffen, aber auch Allianzen entstehen können, die über das Forum hinausreichen.

Europa im Umbruch und auf der Suche nach Orientierung

Die Ausgangslage könnte anspruchsvoller kaum sein: Die EU ringt mit den Folgen protektionistischer Tendenzen in den USA, die globale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen steht zunehmend unter Druck, und die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft stellt viele Branchen vor tiefgreifende Veränderungen. Zudem sorgen rasante Entwicklungen in den Bereichen KI, Digitalisierung und Rohstoffabhängigkeiten für zusätzliche Unsicherheit.

Gerade deshalb wird von Luzern ein Signal erwartet. Ein Signal der Handlungsfähigkeit und der Selbstbehauptung Europas.

Konkrete Lösungen statt politischer Floskeln

Im Mittelpunkt des Forums stehen nicht symbolische Debatten, sondern konkrete Lösungsansätze. Das Programm sieht eine Kombination aus Keynotes, Panels und Workshops vor, die thematisch klar auf Zukunftsfähigkeit ausgerichtet sind: Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Energiesicherheit, Industriepolitik und geopolitische Resilienz.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Fragen, wie Europa in strategischen Feldern wie der Halbleiterproduktion, der batterieelektrischen Wertschöpfung oder dem Einsatz von künstlicher Intelligenz unabhängiger und gleichzeitig wirtschaftlich stärker werden kann. Erwartet wird, dass zahlreiche Unternehmen in Luzern erstmals Einblicke in neue Projekte und Partnerschaften geben – ein Indikator dafür, dass die europäische Industrie ihre Stärken wieder offensiver ausspielen will.

Der Standort Luzern. Symbol für Dialogfähigkeit

Dass das Forum im KKL Luzern stattfindet, ist mehr als eine organisatorische Entscheidung. Die Schweiz spielt seit Jahren eine moderierende Rolle zwischen EU, USA und asiatischen Staaten. Für viele Teilnehmer ist der Ort eine Einladung zu pragmatischen Gesprächen, fernab der politischen Blockaden, die in Brüssel oder nationalen Parlamenten häufig den Fortschritt bremsen.

Die Atmosphäre in Luzern gilt als ruhig, professionell und konzentriert. Gespräche am Seeufer gelten schon fast als Teil des offiziellen Programms. Es ist dieser Rahmen, der dem Forum seine besondere Glaubwürdigkeit verleiht: Hier wird nicht nur diskutiert, hier wird verhandelt.

Back to Business, ein Motto mit Erwartungsdruck

In Gesprächen vorab ist bereits deutlich geworden, dass die Erwartungen an diese Ausgabe des Forums außergewöhnlich hoch sind. Viele europäische Unternehmen wünschen sich ein stärker koordiniertes wirtschaftspolitisches Vorgehen. Nationale Alleingänge – etwa in der Energie- oder Industriepolitik – werden zunehmend kritisch gesehen. Statt Fragmentierung braucht Europa gemeinsame Leitlinien, die Investitionen erleichtern und Planungssicherheit schaffen.

Das Motto „Back to Business“ ist deshalb nicht als Rückkehr zum Status quo zu verstehen, sondern als Aufforderung, endlich pragmatische Entscheidungen zu treffen, die Investitionen und Wachstum ermöglichen. Europa hat in den vergangenen Jahren viel Zeit damit verbracht, Krisen zu verwalten. Nun soll die Weichenstellung in Richtung Zukunft erfolgen.

Luzern könnte zum wirtschaftspolitischen Moment der Wahrheit werden

Das European Economic Forum 2025 bietet die Chance, Europas Handlungsfähigkeit zu demonstrieren und gleichzeitig neue Antworten auf die globalen Herausforderungen zu finden. Entscheidend wird sein, ob die Ankündigungen der Teilnehmer über inspirierende Worte hinausgehen und zu langfristigen Initiativen führen.

Für Wirtschaftsakteure, Verbände und Plattformen wie SwissMarketBase ist das Forum ein strategischer Treffpunkt, um frühzeitig Trends zu erkennen, Partnerschaften zu entwickeln und Europas Rolle im globalen Wettbewerb mitzugestalten.

Luzern wird damit Ende November erneut zur Bühne für Europas Zukunft und vielleicht zum Ausgangspunkt einer wirtschaftlichen Neubesinnung.

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